Unser Paradisli war bereits zu 90% gepackt und alles vorbereitet. Der Plan war, am frühen Nachmittag loszufahren und irgendwo zwischen Bern und Frankreich eine erste Nacht zu verbringen. Gekommen ist alles ganz anders… Im Homeoffice während meines Meeetings rief Denise an und gleich nochmals und nochmals – es klang nach Notfall, also durfte ich den Call entgegennehmen. «Es riise Gwitter und Hagel isch im Aamarsch, Baden häts grad total verwütscht.» Okay, alle Fenster zumachen, auch jene beim Paradisli prüfen – es wurde total schnell dunkel und 2 Minuten später hagelte es Golfbälle… noch nie solch eine Wetterlage und -kraft erlebt!! Nicht lange, aber verdammt intensiv – und diese Sauerei von den Bäumen unseres Favoriten-Nachbars inklusive Lerchenzäpfen und Eicheln… KOTZ!!
Vermeintlich habe ich keinen Schaden erkannt am Womo – ja klar, Dellen an der Seitenwand und die Karosse hat auch gelitten… und, noch nicht wirklich geprüft, aber das Dach wird auch gelitten haben. Dass es noch ein Dachfenster (Doppelverglasung) traf, hatte ich von aussen nicht gesehen und Denise gleich bemerkt, als sie das Paradisli von innen besichtigte – und irgendwie war Denise 30 Minuten später im Paradisli unterwegs zu Melzer und kam 90 Minuten später mit dem ersetzten Fenster zurück – Meisterleistung! Die Frontscheibe hat wohl gegen 9 oder mehr Mini-Risse, das können wir nicht beheben, verhindert aber unseren Ferienstart nicht!
Ich meinerseits habe weitergearbeitet – es wollte kein Ende nehmen, ich musste es einfach herbeiführen 😉 Jedenfalls haben wir das gröbste aufgeräumt – und den Rest müssen unsere Kids übernehmen, denn unsere Reise musste meiner Meinung nach HEUTE starten, egal wieviele oder wie wenige Kilometer wir hinter uns bringen. Um 18.50 gings los, Richtung Niederweningen – Tankstelle ist dort 12 Rappen günstiger! Weiter auf die Autobahn, vobei an Baden, Lenzburg, Aarau, Solothur und irgendwann vorbei an Bern… Dann Richtung Vevey und bei der Ausfahrt Flamatt setzte ich den Blinker – Ziel: Wünnewil-Flamatt. Eine Unterführung, maximal 3.20 Meter – Augen zu und durch 😀 dann den Hügel hinauf, durch den Dorfkern und Richtung Sportanlage – hier gibts einen grossen Parkplatz und Fussball wurde auch gespielt. Etappenziel erreicht – Danke Park4Night!
Parkiert – es hatte noch viel Platz, trotz des Fussballspiels. Dann Hunde versorgt, geprüft, wie die Regeln sind und wieder zurück… einrichten und etwas zu trinken und zu essen bereitstellen, dazu etwas fernsehen – 10 vor 10 und danach etwas Arena – auf das wir so neutral bleiben, wie wir es als Schweiz heute sind 😉 🙂 Gut gespiessen, dann auf den Abendspaziergang, während Denise die Küche machte… morgen geht’s dann nach Frankreich, Ziel: Chateauneuf-du-Pape 😀 Gute Nacht!
Avignon, Samstag, 29. August 2026
Nach einem ausgiebigen Spaziergang und jeder Menge Kaffee (die Nespresso super-mini Maschine «seicht») machten wir uns um zirka 10 vor 10 auf den Weg Richtung Frankreich… es war eine üble Reise, Umleitung um Genf, und das war noch vor Morges angeschrieben… wie dem auch sei, nach über 90 Minuten Stau und gefühltem Stillstand machten wir uns über Umwege Luft frei – und dann waren wir tatsächlich auf der Autobahn und konnten ziemlich zügig Richtung Grenz fahren.
Auf der anderen Seite angekommen gings Richtung Grenoble und weil der Benzintank dann mal etwas Nachschub benötigte, machten wir unseren Einkauf ausserhalb der Autobahn – welcome Hyper-U!! Weil wir (noch) keinen Platz im Kühlschrank haben und wir nur «schnell» halten wollten, gab es eine gesalzene Butter und 18 Flaschen BADOIT – best Water ever! Während ich diese Besorgungen machte, führte Denise die Hunde aus – und danach gabs eben Benzin und weiter ging die Reise über Feld- und Landweg, bis wir «irgendwann» und «irgendwo» wieder auf die Autobahn einspurten.
Unterwegs versuchten wir, das Chateau in Chateauneuf-du-Pape zu erreichen, leider erfolglos – und so haben wir entschieden, anstelle des unsicheren Platzes in den Rebbergen mit der Stadt Avignon eine Übernachtung zu organisieren. Das ganze ging ganz flott – angekommen, vorgestellt, aufgezählt (1 WoMo, 2 Personen, 2 Hunde), bezahlt und Platz bezogen… Es war auf dem Camping Bagatelle – Platz 78 – kein SAT-Empfang, wunderbare Bäume und trockene Erde.
Wir besuchten natürlich die Altstadt und unsere eScooter hatten ihren ersten Einsatz 🙂 so was von genial!! Danke der Erfindungstube in Deutschland PUSH Components für diesen perfekten Träger – und der gleiche Dank dem Monteur in der Schweiz, Raphi von Camptech Lüthi! In der Altstadt war Party, Fressmeile, Restaurants, Musik und Glacé angesagt. Wir entschieden uns für ein Restaurant im Freien und genossen einen Black-Angus Burger (enttäuschend schwach… zu weing Würze, weit über Medium) mit Fritten, dazu einen wunderbaren Côtes-du-Rhone, den wir aber noch kühlen mussten. Zum Dessert gabs dann noch jedem 2 Kugeln Glacé im Cornet für den Weg bis zu den eScooter 😉 Sehr lecker!!
Auf dem Camping dann nochmals Hundespaziergang, dann Duschen und Hygiene und aktuell bis soeben, Tagebuch schreiben… gute Nacht! PS: Morgen gehts bis nach Spanien zu guten Freunden!
Empuriabrava, Sonntag, 30. August 2026
Um 08.00 Uhr war Tagwache und wir starteten unseren Tag wie immer. Der Hundespaziergang gab uns nochmals ein anderes Licht auf Avignon mit seiner berühmten Brücke, mit der Sonne im Vordergrund… Gegen 10.00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Spanien. Der Verkehr lief wunderbar, Tempomat auf 116 Km/h. Benzin soll in Spanien wesentlich günstiger sein, aber es reicht uns leider nicht bis dorthin – also war der Plan, noch in Frankreich «ein wenig» Benzin zu tanken… vor lauter schwatzen während dem Tanken endete es so, dass der Tank voll war… das lassen wir mal so stehen, die Differenz wäre so rund 70 Rappen der Liter gewesen…
Um 14.00 Uhr trafen wir auf dem Camping Laguna an der Costa Brava ein und bekamen sogleich unseren Platz zugewiesen. Frontreihe am Meer 🙂 Wir sind zufrieden damit, wenngleich wir lieber unser Paradisli «quer» auf den Platz gestellt hätten… der schattenspendende Baum war aber nicht sehr hoch und ein sehr dicker Ast hat uns das Manöver verunmöglicht. Auch so wie wir nun stehen, ist es perfekt… aktuell geniessen wir das Meeresrauschen und dass die Temperatur langsam tiefer wird…
Nach einem herzlichen Empfang von Monika & Christof am Strand genossen wir die Gastfreundschaft bei den beiden zum Apéro. Einfach wunderbar! Wir trennten uns für kurze Zeit (Körperhygiene, Spaziergang, Aufräumearbeiten bei M&C, etc.), bevor wir dann gemeinsam zum Abendessen in Richtung Stadt Empuriabrava losliefen – eine Stadt, die mit Venedig vergleicht wird und den zweitgrössten Hafen von Europa beherbergt. Wir werden morgen wohl nochmals die Stadt etwas erkundigen…
Unterwegs zum Abendessen mussten wir vorerst die Lagune überqueren – der Meeresspiegel und die «Sandbank» meinten es gut mit uns und wir konnten durch das Wasser gehen, welches uns ganz wenig bis über die Knie reichte. Durch die Einkaufsmeile schlendern, einen Ersatz für das vergessene Täschchen kaufen und weiter zum Restaurant… Angekommen, und das erst noch zu pünktlich, weil es früher als spät war 😛 Das Restaurant El Dorado war jene Art von «FLEISCH – alles andere ist Beilage»… es war unverschämt gut und mega preiswert… Denise und ich gönnten uns ein Chateaubriand mit rund 500 Gramm – das war eine Wucht, extrem geil… die Fotos erzählen noch etwas mehr über Fleisch 🙂
Auf dem Nach-Hause-Weg gönnten wir uns ein tolles Glace in einem sehr bescheidenen Cornet… Das Glacé war der brüller! Gemeinsam schlenderten wir wieder Richtung Lagune… und der Wasserspiegel war tatsächlich höher… Hose aus und los ging der Spass… bei mir waren die Unterhosen trocken geblieben – bei Christof nicht 😀 Sein Weg ging «abtrup» runter :-D… Zu Hause angekommen gings mit Hundis auf den Abendspaziergang – die haben sich super benommen und uns einen schönen Abend mit Freunden beschert. Zum Abschluss noch ein kleines Gläschen Rotwein «Dias Bayo 8» – wir haben noch eine Flasche aus dem Restaurant über d’Gasse gno! Buenas Noches!
Empuriabravia, Montag, 31. August 2026
Ein Tag in Stichworten: – Lösungssuche Webesto nicht erfolgreich – Kein Strom, Sicherung ersetzen, Wechselrichtereinstellungen anpassen – Strom 🙂 – Sonnenbaden, Meeresbaden, Schwimmbaden mit Meerwasser – entspannen, entschleunigen, geniessen, spazieren,
Zum Abendessen genossen wir unser Filet-Stroganoff mit selbsgemachten Spätzle (Made by Denise) und dazu noch den Dias Bayo 8 aus dem Restaurant 😀 …und dann wollten wir nochmals in die Stadt und machten uns auf den Weg, die Lagune zu überqueren – wesentlich weniger Wasser heute, aber in etwa gleich tief… wir schlenderten nochmals durch little Venice (Empuriabravia), haben das ein oder andere bescheiden Boot gesehen und ein paar Immobilien, die zu verkaufen sind, geprüft – es hat hier nix für uns und wir machten uns wieder auf den Heimweg – und schnappten uns noch ein Glacé 🙂
Morgen gehts Richtung Barçelona, nach Mataor… mal schauen, wie sich die Temperaturen morgen und übermorgen entwickeln – ist es zu heiss, werden wir Barçelona erneut nicht besuchen können mit unseren Vierbeinern…
Mittwoch Abend, endlich wieder Camping! Auf geht’s gegen den Strom Richtung Norden, ins wunderschöne Elsass. Gepackt haben wir bereits am Dienstag, damit wir nach Feierabend gleich losgehen konnten. Die Reise war unbeschwerlich, zweimal mussten wir im stockenden Kolonnen-Verkehr verweilen, bevor wir dann um 20.30 Uhr auf Platz waren.
Turckheim, 17. Mai 2023
Das Vorzelt war schnell aufgestellt und alles andere folgte im Anschluss – und um 21.50 Uhr waren wir total angekommen, machten einen Abendspaziergang durch Turckheim und sind sogar noch dem Nachtwächter begegnet.
Turckheim, 18. Mai 2023
Die Sonnenstrahlen weckten uns in den schönen Morgen. Ein kurzer Spaziergang mit Abstecher zum Boulanger, wo wir uns frische und ECHTE FRANZÖSISCHE Croissants und ein wunderbares Pain besorgten. Zurück auf Platz und gleich den Tisch gedeckt, 3 Minuten Eier gemacht und Kaffee aus der Kapsel gebrüht, etwas Aufschnitt und Käse geschnitten, gesalzene Butter und Konfitüre aus dem Glas bereitgestellt und los gings mit dem Kaiserfrühstück!
Nach dem Morgenessen und Abwasch gings dann auf unsere erste kleine Exkursion, welche von Wald- und Wiesenwegen geprägt waren. Natürlich sind wir auch Rebbergen begegnet… keine Frage! Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und wir haben den Schatten im Wald jeweils genossen. Nach der Tour – rund 8.5 Kilometer – gings zurück ins WoMo, bevor wir dann – ohne die Vierbeiner – eine erste kleine Degustationstour starteten. Bei «François Baur» starteten und endeten wir – zu probieren gab es Pinot Blanc, Riesling und Pinot Gris. Um unseren Apéro lokal etwas zu pimpen, haben wir (Denise!) uns dann für zwei Flaschen Pinot Gris entschieden.
Ein kleiner Apéro, etwas Körperhygiene und danach Abendessen – gedrängtes Programm, denn die Schweizer Eishockey Mannschaft spielt an der WM um 19:20 Uhr gegen die Slowakei – was für ein toller Match, den wir geniessen konnten nach einem feinen Abendessen mit Poulet und einer Schweinsbratwurst, gespickt mit einer Gemüsse/Kartoffel-Schale aus dem Backofen. Dazu kredenzten wir einen Spanier aus dem Ribera Del Duero – Finca Villacreces! Grosses Kino!! Das Match gewann die Schweiz mit 4:2 und ist somit noch ungeschlagen in der Gruppenphase auf Platz 1. Wir freuen uns auf den Match gegen Canada am Samstag!
Turckheim / Colmar, 19. Mai 2023
Am Morgen drückte die Sonne, konnte aber die Oberhand gegen die Wolken nicht absolut gewinnen. Vorerst stand der Besuch beim Boulanger an, wo wir uns mit vier Croissants und einer Baguette du Patron eindeckten. Danach gings los Richtung Colmar – ein Städtchen, welches wir schon öfters besucht haben und uns immer wieder fasziniert. Angekommen und genossen, ein kleines Mittagessen eingenommen und dann durch die Altstadt flaniert, ein Glacé verdrückt und dann gings wieder zurück. Wir sind erstmal etwas ausgepowert und geniessen die Ruhe, eine heisse Dusche und erholen uns für den bevorstehenden Abend.
Um 18:30 Uhr wurde ein Degustationsabend auf dem Camping organisiert. Gegen 20 Personen versammelten sich und hörten gespannt zu, was die unterschiedlichen Weine für Geschichten zu erzählen hatten. Vom Crémant zum Pinot Noir, Gris und Blanc zum Riesling und Gewürztraminer – alles war dabei bis auf den Muscat. Die Bestellung konnten wir gleich machen, der Wein soll dann morgen zur Abholung bereits stehen. Die tun was für Ihre Kundschaft!
Zum Abendessen nach der Degustation warteten einige Capuns, made by Emmy Streiff – ich muss an meiner Kreation noch etwas arbeiten, um auf Niveau vom Mami zu kommen… Dazu gab es einen guten feinen Priorat «Schwarzer Schiefer» – immer ein Gaumenschmaus!
Turckheim, 20. Mai 2023
Der Morgen bescherte uns wenige Sonnenstrahlen, die sich immer mal wieder hinter den Wolken versteckten. Die Temperaturen sind unterdessen über der 20 Grad Marke, aber erst wirklich angenehm, wenn die Sonne scheint. Das Morgenessen war wiedermal wunderbar – 4 Croissants, 1 Pain de Patron, etwas gesalzene Butter und Konfitüre – es könnte fast nicht besser sein! Danach gings auf eine kleine Runde durch Turckheim, weiter nach Ingersheim und zurück auf den Camping. Noch vor dem Eishockey Match SCHWEIZ – CANADA machten wir eine kleine Exkursion nach Zimmerberg mit dem Scooter, danach noch die Seitengassen besucht in Turckheim und wieder zurück auf den Platz.
Um 15:20 war Spielbeginn an der Eishockey-WM in Riga (Lettland). Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so waren wir ausnahmsweise etwas früher in den Apéro gestartet. Ein sehr spannendes Spiel, welches die Schweiz mit 3:2 für sich entscheiden konnte. YES!! Danach noch eine kleine Runde mit den Doggies, damit wir dann am Abend erst spät nochmals raus müssen. Unterdessen haben wir den gestern bestellten Wein noch abgeholt, und jetzt istZeit für etwas lesen, chillen, social-media-time und powernappen, bevor es ein fleischloses (vegetarisch!) Abendessen gibt.
Turckheim, 21. Mai 2023
Sonnenschein zur Morgenstunde! Milde Temperaturen und nach dem morgendlichen Kaffee noch etwas Sonnenbaden… Dann gings auf Wanderschaft – 13 Kilometer waren angesagt, Richtung Niedermohrschwir, dann weiter zum Calvaire du Sommeberg und weiter nach Katzenthal zum Chateau du Wineck… es war schon ordentlich warm, vor allem für die Hunde… immer wieder Getränkepause und Abkühlung im Schatten im Gras. Dir Reise war unglaublich schön und voller Rebberge und wir freuten uns, endlich wieder in Turckheim angekommen zu sein.
Danach machten wir kleine Aufräumarbeiten, damit wir erstens alles im Trockenen haben und zweitens morgen total entspannt nach Riquewihr düsen können… Eine erfrischende Dusche, ein Apéro und danach grillieren – Trutenschnitzel, Grillkäse, Kartoffelauflauf und Zucchetti! Weltklasse!! Dazu einen schönen Spanier: Jumilla von Juan Gill… Ein lokales Erdbeer-Törtchen durften wir ebenfalls noch geniessen und den Abwasch verschieben wir auf Morgen, dafür gings noch auf Scooter-Tour zum Restaurant «la Tour» für ein zweites kleines Dessert: Coupe Romanov und ein Eiskaffee…
Turckheim, 22. Mai 2023
Am Morgen einen Kaffee genossen und danach alles eingepackt für die Abreise. Punkt 11.30 Uhr haben wir den Platz verlassen und bewegten uns in Richtung Eguisheim.
Das Dörfchen Eguisheim ist uns noch in bester Erinnerung und wir wollten unbedingt nochmals vorbeischauen. Soviel Charme, Wein und andere Köstlichkeiten… Nach der Rundtour stachen wir ins Restaurant «Brit Hotel la Ferme du Pape«, wo wir sehr lecker gegessen haben. Dann noch ein Abstecher für ein Meringue, dann gings los auf den Heimweg. PS: Eguisheim hat einen super Parkplatz, auch einen Bereich für Wohnmobile mit Strom, Wasser und Abfall. Für eine Nacht ein perfekter Ort, wer sich das Elsass anschauen will.
Noch in Frankreich haben wir den Benzintank gefüllt für freundliche 1.75 pro Liter… sieht in der Schweiz leicht anders aus. Am Zoll noch die 24 Flaschen abgefertigt, dann gings weiter durch Basel… leider mussten wir dort 25 Minuten liegen lassen, da es einen Unfall gegeben hat – aber wir sind unterdessen zu Hause angekommen, erholt und zufrieden!
Endlich Ferien! WoMo ist bereit und los geht’s gleich zum Röllin auf die Waage – leicht drüber, aber durchaus in der 10% Regel (gibt es die?). 3’580 hat die Waage angezeigt – wir haben nix, das wir zurücklassen könnten… höchstens etwas Wein und Wasser… das muss passen wie es ist. Dann geht’s mal in Richtung Basel auf Schweizer Autobahnen – kein Stau, beinahe kein Verkehr. In Rheinfelden dann über Deutschland nach Frankreich und schon bald waren wir auf der französischen Autobahn. Wenig Verkehr und auch die Elefanten-Rennen hielten sich in Grenzen. Ein erstes Mal Diesel tanken stand auf der Agenda – erstmal falsch eingespurt und schon war die Tankstelle unerreichbar… Beim nächsten Mal hats geklappt, aber leider sind wir bei der Tankstelle der Lastwagen angekommen… Nein, das klappt leider nicht… dann Rundkurs und angekommen bei den PKWs… Tank gefüllt, Frontscheibe geputzt und Sandwich eingekauft. Zeit, die Vierbeiner mal an die frische Luft zu setzen… Weiter gings – guess where – in Richtung Paris… immer wieder Paris! Der Verkehr war echt sehr angenehm. Mit 130 bis 140 km/h kamen wir unserer ersten Möglichkeit näher für den Zwischenstopp… der Verbrauch vom Treibstoff war entsprechend höher, so dass ich dann auf 120 km/h runter bin – nach GPS waren wir bei 115 km/h – und tatsächlich ging der Verbrauch imponierend runter… Die Ausfahrt Nemours genommen und als erstes eine Tankstelle aufgesucht, welche wir am Ortsende dann gefunden haben. Leider kein Ad-Blue an dieser Tankstelle, das werden wir dann auf der Autobahn morgen nachfüllen.
Dann gings direkt zum Kanal an die Rue du port sablé… ein wunderbares Fleckchen direkt am Kanal ganz nah einer Schleuse. Einige Boote und ein Wohnmobil aus Belgien mit Jahrgang 1980 oder so luden ein zu parkieren. Strom und Wasser stehen hier zur Verfügung, Fernseh-Empfang super und die Temperaturen perfekt bei rund 25 bis 28°. Einen Apéro, einen Spaziergang entlang dem Kanal, etwas TV und immer wieder mal ein Chat mit Sarina, welche heute Abend das Diplom überreicht bekommt – ja, Schande über uns Eltern, dass wir nicht life dabei sein konnten… im Herzen und Kopf waren mittendrin statt nur dabei!
Morgen geht’s früh weiter… Ziel ist es, um 07.00 Uhr loszufahren. Es stehen doch noch einige Kilometer an, die zu bewältigen sind – wir sind bereit!
Nemours nach Bénodet, 16. Juli 2022
Um 06.00 Uhr klingelte der liebenswert Wecker, die Sonne hat schickte schon die ersten Strahlen auf die Erde… Ganz leise machten wir uns bereit für die Weiterfahrt – Kaffee, Spaziergang, Aufräumen… und dann gings los, vorerst mal wieder in Richtung Paris… Autobahn erreicht und bei der nächsten Gelegenheit das AdBlue nachgefüllt. Die Fahrt der übrigen rund 600 Kilometer war sehr entspannt – wenig Verkehr, angenehme Geschwindigkeiten und so sind wir gegen 14.00 Uhr bereits in Bénodet angekommen – Camping le Letty.
So schnell und effizient konnten wir noch selten in einem Camping einchecken… Name angegeben, 2 Minuten später ein Armband bekommen und schon gings zum Platz, dem Camping-Guide hinterher. Keine weiteren Fragen, Ausweiskopien, Kaution, etc…. Reihe 7, Platz 3 soll unser zu Hause werden für die nächsten Tage. Einen wunderbaren Blick auf den Atlantik, wenige Bäume, etwas Rasen, viele Hunde und tolle Nachbarn. Ich hätte mir etwas mehr französisch Sprechende gewünscht, aber es sollte nicht so sein.
Nachdem wir innert Rekordzeit alles aufgestellt haben, machten wir eine kleine Tour durch den Camping. Saubere sanitäre Anlagen, viel Platz für den Abwasch, eine Bar, Pool, Restaurant, Mini-Store… alles was es braucht und noch etwas mehr. Der Blick auf den Atlantik – weltklasse!
Nach einem Apéro, einer erfrischenden Dusche und ersten Begegnungen mit den Nachbarn (alle mit Hunden) galt es, den Grill in Betrieb zu nehmen und ein Flasche Rotwein «Mise de la Baronnie» zu kredenzen. Ein wunderbarer Salat-Teller mit Avocado wurde ergänzt mit einem perfekt gegrillten Lamm-Nier-Stück. Etwas Abendsonne, einen wunderbaren Blick zum Meer, ein angenehmes Lüftchen und Meeresrauschen – besser kann es nicht sein! ..was für ein Start in die erste Woche..
Bénodet, 17. Juli 2022
Die Sonne, das Meeresrauschen und ein angenehmer Wind erfreute uns am Morgen und gleich gings los ans Meer mit Ferox und Brandy… Morgenspaziergang erledigt, Zeit für Frühstück mit Croissants und anderen Beilagen… das zeichnet (unter anderem) Frankreich aus!
Den ganzen Tag Sonne, etwas Wind, was zum Lesen, viel zu Lachen, spazieren, geniessen, wertschätzen… und Ebbe und Flut erleben! Die Temperaturen im Meer sind super angenehm und die Kraft von Ebbe und Flut konnten wir richtig geniessen…
Nach dem Abendessen schlenderten wir noch was auf dem Camping rum und gönnten uns ein leckeres Eis, bevor es dann ins Land der Träume ging. Morgen soll es nochmals wunderbares Wetter geben, bevor dann etwas frischere Temperaturen prognostiziert sind… wir werden sehen.
Bénodet, 18./19. Juli 2022
Die Tage sind unheimlich warm, aber immer weht ein sehr angenehmer Wind, so dass es total angenehm ist… bis es Abend ist und der Wind sich einstellt… dann sind die 30° doch schon seeehr warm.
Der Atlantik macht uns viel Freude mit Ebbe und Flut… mal können wir uns in die eine Richtung treiben lassen, mal in die andere – schon sehr beeindruckend, wie die Kräfte hier abgehen.
Kulinarisch lassen wir es uns so richtig gut gehen. So hatten wir einen Husarenspiess mit Gemüse, Avocado und Grillkäse, ergänzt um einen griechischen Salat und einem schönen Bordeaux-Wein «Reflets de Cissac» – der Zweitwein vom Chateau Cissac.
In der Nacht auf Dienstag kam dann wie vorangekündigt ein Gewitter, welches aber nicht sehr stark war. Der Morgen danach war noch etwas verhangen, so dass wir einen Spaziergang ins Zentrum starteten. Ziel war ein Einkauf im Carrefour zu machen – Crevetten und Lachs, Wein und Chips, Früchte und Gemüse, Hamburger und Wein fanden den Weg in unsere Einkaufstaschen.
Zurück auf dem Camping zeigte sich dann die Sonne und hin und wieder mal eine Quellwolke – ein wunderbarer Tag, nicht mehr so heiss wie davor. Heute könnte es also durchaus eine kühlere respektive angenehmere Nacht geben als bisher.
Die gekochten Crevetten haben fantastisch geschmeckt, dazu ein Viognier, der wirklich gefällt. Etwas Brot, Mayonnaise, gesalzene Butter… la vie est belle!
Etwas später gings ans Meer mit Brandy und Ferox. Die Ebbe hat den Weg zur grossen Düne beinahe freigelegt, so dass wir vermeintlich einfach rüber kamen – naja, ich wurde nass bis zur Badehose und Brandy musste schwimmen… Ferox weigerte sich hartnäckig – erst als ich mich mit Brandy weiter entfernte, kam auch Denise mit Ferox rüber und musste dabei sogar selber schwimmen, weil der Wasserstand dort noch etwas höher war. Leinen los und die beiden genossen es im Sand rum zu albern.
Nach dem Duschen kam es nochmals für rund 10 Minuten regnen und bescherte uns danach einen wunderschönen Regenbogen. Dann war es wiedermal Zeit für die Vorbereitung des Abendessens. Lachs mit Avocado, Tomatenreis und einem grünen Salat – LECKER!
Heute ist es jedenfalls wesentlich kühler und wir montierten bereits um 21.00 Uhr den Naketano Pulli. Den Abend noch geniessen und eine Abendrunde mit den Vierbeinern, etwas Süsses und dann war es Zeit, mal den Fernseher zu geniessen. Morgen soll das Wetter eher bewölkt sein, bevor es am Donnerstag dann wieder wunderbar wird.
Bénodet, 20./21. Juli 2022
Der Mittwoch war ziemlich bewölkt bei sehr angenehmen Temperaturen von run 25° und wir haben uns auf dem gesamten Camping umgeschaut. Da hat es doch sehr interessante Plätze – solche mit Dusche/WC/Abwasch Kabäuschen direkt auf Platz, sehr sehr grosse Plätze mit unglaublich viel Platz, kleine Nischen, Plätze mit viel Bäumen (solche die harzen, solche die einfach nur Schatten spenden), 8er, 6er, 4er, 2er und sogar Einzelplätze – hier findet jeder einen Platz nach seinen Präferenzen!
Unsere Spaziergänge bei diesen Temperaturen waren etwas ausgiebiger, mal dem Strand entlang, mal an der Küste, mal Richtung Zentrum, mal nur auf dem Camping. Unterwegs sind wir einer Feriengruppe von Teenagern begegnet, welche unterschiedliche Aufgaben zu lösen hatten – und mit uns konnten sie gleich zwei davon lösen: 1x ein Gruppenfoto mit Hund und 1x ein Gruppenfoto mit einer Person mit Glatze…
Baden war heute nicht auf der Agenda, weil es nie wirklich heiss war. Am Morgen, nach dem Ferox baden ging, hatten wir anhand der Symptome und Hilfe von Doktor Google eine Diagnose für Ferox erstellt: «WASSERRUTE»… zum Glück haben wir etwas Tiermedizin im Schrank und hoffen, dass wir damit durchkommen. Dies natürlich nach Rücksprache mit unserem Tierarzt des Vertrauens! Wir drücken uns jedenfalls die Daumen, dass wir nicht in La Rochelle einen Tierarzt aufsuchen müssen…
Die Sonne zeigte sich dann am Mittwoch gegen 15.00 Uhr, der Himmel endlich blau – so kam es dann soweit, dass wir anstelle eines Croque-Monsieur vom Take-Away uns doch selbstversorgerisch an den Grill machten. Gestartet haben wir mit Garnelen, welche Denise!! schälte und «ent-darmte», bevor ich sie dann würzte und grillierte. Am Abend gegen 20.00 Uhr machten wir uns an die Zubereitung eines himmlischen Rindsburgers mit allem drum und dran – Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Cocktail-Sauce, Burger-Brot! WELTKLASSE!!
Bereits ist der Donnerstag beinahe um. Nach einem bewölkten Vormittag zeigt sich nun das schöne Wetter von seiner besten Seite. Die Engländer unterhalb von unserem Stellplatz haben unterdessen mit packen begonnen. Sie sind nicht sehr «amused» über die neuen Meerplatz-Besetzer (vorderste Reihe), was nachvollziehbar ist. Diese haben vielen die Meersicht genommen oder zumindest eingeschränkt, indem sie sich über die Markierung hinaus installiert haben. Auch die Berliner oberhalb uns haben den Wohnwagen unterdessen fertig gepackt, dass Sie morgen sehr früh nach Paris losfahren können. Da auch wir morgen den Platz verlassen, haben auch wir die ersten Sachen gepackt und denken, dass wir morgen sicherlich gegen 10.00 Uhr losfahren können nach Nantes. Ich möchte aber unbedingt unterwegs noch den Strand bei der Insel Quiberon besuchen, bevor wir dann gegen 16.00 Uhr in Nantes einchecken dürfen.
Heute Abend werden wir uns vom Take-Away verpflegen. Pizza 3 Frommages und Pizza Royal, dazu ein gepflegtes Tröpfchen Saint-Émilion – Grand Moment Cuvée d’exception 2019 – noch jung, aber macht Freude!
Bénodet nach Nantes, 22. Juli 2022
Die Woche in Bénodet ist wirklich sehr schnell vorübergezogen… ein gutes Zeichen, denn es hat uns wirklich sehr sehr gut gefallen. Da hat einfach alles gepasst, vom Meer, dem Platz, der Restaurants und Take-Aways über die Sanitären Anlagen bis hin zum Preis! Einfach nur toll und unbedingt empfehlenswert. Nachdem wir ziemlich zeitig gepackt hatten und unser Morgenessen aus zwei Croissants bestand, musste noch das #HANDSTAND Foto gemacht werden – erst dann konnten wir etwas nach 11.00 Uhr den Platz verlassen und uns in Richtung Nantes verschieben. Die erste Gelegenheit für eine Tankfüllung konnten wir zeitig erledigen und war unter 2 Euro – vielen Dank an Frankreich an dieser Stelle.
Unterwegs machten wir einen kleinen Abstecher nach Quiberon – also nicht wirklich auf die Insel selber, aber kurz davor… Auf Empfehlung von «Lukas Schön» soll dort ein wunderschöner Strand sein, was wir durchaus genau so bestätigen können. Wellenreiter versuchten sich mit ihren Boards und hatten unterschiedlich viel Erfolg – würde mich durchaus reizen, auch mal zu probieren… Schön war vor allem, dass der Strand nicht überlaufen war und wir Ferox und Brandy mal durchstarten lassen konnten.
Zurück auf der Strasse gelangten wir völlig entspannt nach Nantes. Dank der Baustelle kam das Navi etwas ins Schleudern, aber am Ende trafen wir wie geplant gegen 16.00 Uhr auf dem Camping Platz ein. Alle Formalitäten geklärt und endlich mal WLAN for free… unser Datenguthaben hat sich schon etwas geschmälert in Bénodet…
Bevor wir uns jedoch auf dem Camping installierten, wollten wir noch etwas «shoppen» gehen, damit wir uns weiterhin kulinarisch auf hohem Niveau halten können. Erstmal Richtung City – Fehlentscheid! Also wieder retour und dank GoogleMaps dann bei einem tollen Centre Commercial «Leclerc» angekommen – natürlich etwas ausserhalb dieser Gross-Stadt. Innerhalb dieser Mall hat es natürlich «meine» lieblingsläden, doch dafür hatten wir (noch) keine Zeit. Das werden wir vor unserer Abreise noch nachholen… Die vierbeiner haben wir für 45 Minuten im WoMo alleine gelassen und sie mit Dauerwerbefernsehen unterhalten.
Der Einkauf bescherte uns etwas Wein, einen Ricard, einen Porto-Cruz, dazu Salat, Gemüse, etwas Fleisch, Lachs und Kabeljau, Haushaltspapier und Oliven. Dann gings zurück und wir haben unseren Platz im Camping bezogen. Erst waren wir etwas «schockiert» über den Platz, aber unterdessen hat sich unsere Meinung geändert – es hätte nicht besser sein können. Gleich bei den Saniären Anlagen, ziemlich ruhig mit Bäumen, welche nicht «harzen» und Platz genug für 1 bis 2 Übernachtungen gibt. Strom und Wasser gleich auf Platz, natürlichen Schatten durch die Bäume und wenn die Engländer nicht gerade mit den ferngesteuerten Autos vor der Nase rumkurven, ein echt toller Platz.
Zum Apéro sehr leckere Crevetten und Oliven mit einem Chardonnay, danach pikante Salami-Grillwürste, Kopfsalat und alles noch getoppt mit einer Gemüseschale mit Champignons, Peperoni, Zucchetti, Karotten und Zwiebeln. Dazu gab es noch den Rest vom Rotwein von gestern – schön ist es auf der Welt zu sein, tralalallaa
Nantes, 23. Juli 2022
Heute Morgen machten wir uns auf den Weg ins Stadtzentrum, um die Stadt etwas zu sehen. Hierfür mussten wir erst mal etwas über 3 Kilometer laufen, wobei wir auch die ersten Eindrücke sammelten – vorbei an den Universitätsgebäuden gelangten wir an den Fluss «Erdre», wo wir dann über die Brücke auf die «L’île de Versailles» gelangten. Sehr schöne japanische Pflanzen, Bäume und Tiere (französische…) gibt es hier zu bestaunen und zu geniessen. Weiter führte uns der Weg an der Kathedrale von Nantes, welche aber vorübergehend geschlossen ist – so gab es eben nur den äussern Eindruck, den wir mitnehmen konnten. Weiter gings dann ins Herz von Nantes, vorbei an unzähligen Kaffees, Bars, Restaurants und diversen Einkaufsläden.
Auf der Allée Brancas haben wir uns was vom Thailänder gegönnt und die Hunde konnten sich mal etwas ausruhen im Schatten der Bäume. Weiter gings dann an die Loire und wieder hinauf zum «Mirroir d’Eau» – einer grossen «Plattform», welche mit etwa 5 Zentimeter Wasser besetzt ist. Etwas weiter betrachteten wir dann das «Chateau des Ducs de Bretagne» – auch hier hat uns die Aussenansicht gereicht. Auf der östlichen Seite von Nantes besuchten wir dann noch den «Jardin des Plantes«. Sehr hübsch gestalteter und auch grosser Garten voller Pflanzen, Kräuter und Tiere. Hier ist auch eine Statue von Jules Vernes zu betrachten. Auf dem Rückweg sind wir dann noch an der Église Saint-Clément vorbei, wo ich ganz kurz reinschaute und zwei Bilder gemacht habe.
Unterdessen sind wir auf dem Platz zurück und haben doch 11 Kilometer hingelegt. Grundsätzlich hat Nantes viele schöne Plätze zu bieten und wir würden jederzeit für eine oder zwei Nächte hierher zurückkommen. Zum Abendessen gabs «etwas» vom Rind gespickt mit diversen Salaten und einem sehr ansprechenden Chateau Citran – den würd ich kaufen…!
Nantes nach Châtelaillon-Plage, 24. Juli 2022
Nach einem ausgiebigen Spaziergang in den Wäldern von Nantes gings weiter nach Châtelaillon-Plage, ganz in der Nähe von La Rochelle. Die Autofahrt war wiederum sehr angenehm und wie es der Sonntag mit sich bringt eben auch ohne LKWs.
Am Camping Port-Punay angekommen wurden wir auf unsere Stellplatz geführt. Ein super Platz mit Bäumen, Sand, Wasser und Strom auf Platz. Wir haben uns schnell eingerichtet und starteten mit ersten Erkundigungen in Richtung Strand – viele romantische Restaurants, Austern und Moules zum Mitnehmen, Bars… ein ganz schöne Strandpromenade, aber hier dürfen die Hunde leider nicht an den Strand mitgeführt werden.
Nach etwas snacken gings ans Abendessen – Lachs und Kabeljau vom Grill mit Avocado und grünem Salat – einfache und sehr feine Kost! Dazu einen Chardonnay aus dem Gebiet Val de Loire «360° Loire» – für 4 Euro eine schöne Überraschung!
Die Nacht war schon ziemlich heiss… in etwa die heisseste bisher… irgendwann kam dann etwas frischere und freuchte Luft, so dass am Morgen um 05.00 Uhr wir dann richtig gut geschlafen haben…
Châtelaillon-Plage, 25. Juli 2022
Der Vormittag ist sehr bedeckt und zwischendurch fällt ganz feiner Nieselregen – ab Nachmittag soll es dann besser und wieder sonnig werden.
Ein ausgedehnter Spaziergang ins Centre Ville hat uns den Ferienort etwas näher gebracht. Eine lange und sehr schöne Strandpromenade, eine ansprechende Einkaufsmeile, eine Markthalle und sogar einen kleinen Luna-Park für kleine bieten sich an. Auf dem Rückweg bei Sonnenschein besorgten wir uns noch Spaghetti – heute soll der Grill mal Pause bekommen… oder doch nicht? Denise beschloss, die Sauce mit Gemüse anzureichern – die integrierte Pfanne vom Grill hat seinen ersten Dienst bekommen und die Spaghetti durften auch gleich dazu… grillierte Spaghetti! Lecker war’s! Dazu gabs mal eine Flasche Rotwein aus dem Médoc – Princesses D’Hanteillan 2017
Am Abend haben wir uns eine Überblick des gesamten Campings gemacht und sind alle Plätze anschauen gegangen. Auffallend war, dass die Bäume alles eine vernünftige Grösse haben und keine harzende Bäume stehen.
Châtelaillon-Plage, 26./27. Juli 2022
Ein Besuch im Stadtzentrum stand auf der Agenda – es ist Markt! Und was für einer – sehr gross über beinahe die ganze Hauptstrasse und in die Seitengassen rein. Viel gesehen und trotzdem nur mit Gemüse und frittierten Shrimps in den Taschen auf den Rückweg gegangen.
Den Rest des Tages haben wir uns einfach nur erholt, etwas gelesen, gesonnt und gebadet. Einfach herrlich, mal fast nix zu tun! Zum Abendessen schlemmten wir eine Gemüsepfanne (Zucchetti, Peperoni (geschält!), Kartoffeln und Rüebli) mit einem Trutenschnitzel und einem weltklasse Tomatensalat… und einen wunderbaren Médoc Chateau Tour Prignac!
Am Mittwoch spazierten wir mal in die entgegen gesetzte Richtung und wieder war Ebbe… leider nahm unser Lauf dann ein abruptes Ende – Baustelle und ein Umweg in die falsche Richtung zwingten uns dazu, den Rückweg anzugehen. Unterwegs an diversen herzigen Restaurants mit Moules und Austern, Crevetten und Langusten vorbeigekommen, sind wir am Ende noch bei einem «Hersteller» vorbei gekommen und konnten die Ernte von Moules mitverfolgen und wie diese gewaschen und aussortiert werden – und so konnten wir gaaanz frische Moules für kein Geld kaufen.
Den Rest des Tages? Etwas waschen, lesen, sonnen, baden, trinken, geniessen, erholen, abwaschen, putzen, träumen, power-nappen… am Abend Spätzli mit Poulet und Gurkensalat, dazu ein Tropfen Saint-Emilion Léo by Léo – hat gefallen und geschmeckt!
Châtelaillon-Plage, 28.- 30. Juli 2022
Die Zeit verfliegt wie im Nu und wir haben die Zeit intenisv genossen. Am Donnerstag machten wir uns mit dem WoMo auf den Weg zu einem grossen Einkaufszentrum. Die Einkaufsmöglichkeiten hier waren sehr bescheiden und relativ teuer und so konnten wir immerhin noch den einen oder anderen Fashion-Store besuchen. Viel haben wir nicht gefunden, aber doch mehr als nix. Auch unser Lieblingswasser in Frankreich (Badoit) konnten wir endlich in rauhen Mengen einkaufen.
Am Freitag war nochmals Markt, welchen wir dieses Mal ohne die vierbeiner besuchten und uns für den Weg 2 Velos mieteten. Wird wohl eine der nächsten Überlegungen / Investitionen sein, welche wir tätigen werden, um noch etwas mobiler auf unseren Reisen zu sein.
Der Samstag ist auch schon vorangeschritten und die ersten groben Aufräumarbeiten sind getan – auch die Bettanzüge sind gewaschen, so dass wir die geplanten Wochenenden in der Schweiz gleich starten können. Heute Abend wird es noch etwas Fisch geben – Morgen Vormittag gehts dann los Richtung Auxerre, wo wir einen Zwischenstopp vor der Heimreise antreten.
Kurz nach der Abreise machten wir noch einen Stopp im Carrefour und füllten den Tank und machten letzten Besorgungen. Die Reise am Sonntag ist eigentlich immer sehr angenehm, da es keine LKWs hat. Die Staumeldungen haben uns nahezu nicht betroffen, da wir in Richtung Paris unterwegs waren – Richtung Süden war es kein Zuckerschlecken, Frankreich im Ferienstart…
In Meung-Sur-Loire haben wir dann nochmals einen Stopp gemacht und den Tank im Hyper-U gefüllt – dann gings via Orléans, Montargis direkt nach Gurgy an der Yonne. Hier haben wir unseren letzten Abend in Frankreich, bevor es dann am 1. August 2022 nach Hause geht.
Der Platz am Hafen (Escale de Gurgy, Rue du Halage) ist ein wunderbarer und sehr ruhiger Fleck direkt an der Yonne, welche in die Seine mündet. Das Abendessen haben wir dann beim Pizza-Service telefonisch bestellt – eine dritte Pizza haben wir dazu kostenlos erhalten, die wir dann am 1. August nochmals zu Hause wärmten. Dazu die letzte Flasche Rotwein «Chateau Les Petites Ranga«, Montagne Saint-Emilion 2019…
Wir werden den Platz wieder besuchen, wenn wir in diese Richtung gehen – Auxerre und selbst Gurgy haben einiges zu bieten…
Gurgy nach Niederhasli, 01. August 2022
Die Rückfahrt war sehr angenehm und verlief total unspannend – Tempomat auf 115 und durchfahren. Zu Hause angekommen und unsere Töchter nach wunderbaren Ferien wiedermal umarmen können – und morgen gibts Familien-Abendessen, dann gibts auch eine Umarmung für Robin…
Leider haben nicht alles Blumen den harten Sommer überlebt – einerseits wegen viel Sonne und andererseits wegen mangeldem Wassergiessen… Yara arbeitet noch daran…